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Aufgrund des Erfolges 2006 im Museumsquartier, ist eine Wiederaufführung für Mai 2008 in der Wiener Volksoper geplant, mit Christian Kolonovits als Dirigent.
Die Weberischen - Ein Bänkelgesang aus dem Hause SchikanederAuftragswerk. Der Kopf der Kult-Band "The Tiger Lillies", Martyn Jacques, hat die Musik zu dem von Felix Mitterer für das WIENER MOZARTJAHR 2006 entworfenen Theatertext gemacht. So entstand ein Black Comedy Musical in englisch-österreichischer Kooperation: Die Weberischen - Mozarts Leben, erzählt anhand der Weberischen Frauen.
Auftritt - nein, nicht Mozart! - nicht ein Mann! Die „Weberischen" - Cäcilia (Cilly) Weber und ihre vier Töchter (Josepha, Aloysia, Constanze und Sophie) - haben weiß Gott genug davon (von den Männern) verbraucht! Zwar fängt ein gewisser Herr Schikaneder den Bänkelsang an, aber bei seinem Falsett weiß man nicht, ob er sich nicht ganz schnell als Frau entpuppen wird? Und außer diesem gab’s Webers, Langes, Nissens, Herzöge, Lebemänner und - nicht zu vergessen - zwei Mozart-Buben. Sie alle betreten aber nicht den Kampfplatz dieses Frauengeschwaders, von dem Felix Mitterers Bänkelgesang erzählt. Außer gelegentlichen Schwangerschaften, die passieren, auch gelegentlich gezielt herbeigeführt oder abgebrochen werden, haben die fünf Weberischen immer das Heft in der Hand, streiten heftig untereinander, sind aber den Männern immer irgendwie überlegen. Ab 1778, als Mozart zweiundzwanzig Jahre alt war und ihnen in Mannheim ins Netz ging, haben sich die Weberischen in seiner Nähe herumgetrieben, haben ihn gedemütigt, bewundert, um ihn gerittert, seine Kompositionen gesungen (oder manchmal auch anders an den Mann gebracht) und ihn immer wieder ausgenommen. Jede der Töchter nach ihrem Charakter - die von Liebe übervolle Sophie, die Diva Aloysia, die faule Constanze, die sich zu nichts aufraffen kann, und Josepha, die einzige Arbeiterin im Stall der geldgierigen Cilly. Alle fünf sind durch ihn in die Geschichte eingegangen. Ob sie Mozart Kinder geboren oder seine Opernfiguren kreiert haben, ob sie sein Geld zum Fenster hinausgeworfen oder ihm welches geliehen haben (denn auch das kam vor!), nach dem Bruch mit Salzburg und dem Abschied vom Vater Leopold waren die Weberischen Mozarts Familie. Allerdings blieb er immer im Nebenzimmer, wie aus dem Nest geworfen, und die Weiber Weber haben es sich untereinander ausgemacht. Mozart ist (wie gesagt) der Auftritt hier nicht gegönnt, nur als Toter liegt er auf der Bühne - das Bild: Er wird versorgt, beerbt, geliebt und vernichtet von diesen Weberischen! Die britische Ausnahmeband „Tiger Lillies", deren Frontmann Martyn Jacques für die Songs und die Falsett-Interpretation von Schikaneders Bänkelgesang sowie, gemeinsam mit Christian Kolonovits, für die Musik des Abends verantwortlich zeichnet, bringt gemeinsam mit einem großen Orchester und fünf hochkalibrig singenden Schauspielerinnen diese Mozartreminiszenz eines der wichtigsten Autoren Österreichs auf die Bühne. Autor Felix Mitterer wurde 1948 in Achenkirch / Tirol geboren und vom Landarbeiterehepaar Mitterer als Adoptivkind aufgezogen. Anfang der 1960er Jahre besuchte er die Lehrerbildungsanstalt in Innsbruck, danach war Mitterer zehn Jahre lang beim Innsbrucker Zollamt tätig. Erste Texte erschienen 1970/71 im Rundfunk, in Zeitungen und Literaturzeitschriften. Seit 1995 lebt Felix Mitterer in seiner Wahlheimat Irland. Er ist Autor zahlreicher bekannter Theaterstücke, Drehbücher, Hörspiele und Kindergeschichten. In seinem ersten Theaterstück Kein Platz für Idioten spielte Mitterer selbst erfolgreich die Hauptrolle, auch in der Folge absolvierte er neben seiner literarischen Arbeit immer wieder Auftritte als Schauspieler. Felix Mitterer hat sich hartnäckig mit unbequemen Themen befasst. Nationalsozialismus, Homosexualität, Terrorismus, Behinderung - immer legt er in seinen Stücken verdrängte und unausgesprochene Probleme offen und schafft damit Raum für Kritik", hieß es in der Juroren-Begründung zum Ernst-Toller-Literaturpreis 2001. Zuletzt erhielt Mitterer den Prix Italia 2004 für das Hörspiel Die Beichte. Martyn Jacques, der Gründer der „Tiger Lillies", hat seine Wurzeln im verruchten Londoner Stadtteil Soho. In seinen Liedern beschreibt er Prostituierte, Drogenabhängige und andere Verlierer. Aus Jacques Feder stammt die Musik zu Shockheaded Peter, für seine Leistung als Theatermusiker wurde er mit dem begehrten Olivier Award ausgezeichnet.
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